Interessengemeinschaft

Barock-Festung Berlin  1658-1744

Der Festungsbau


Lage:
BERLIN, Bundeshauptstadt, Stadtbezirk Mitte

Beschreibung des Bauwerkes:
Berlin wurde in „niederländischer Manier“ zur Festungsstadt ausgebaut. Die Befestigung bestand aus 13 Bastionen, 6 Ravelins und 6 Toren.
Die Halbstadt Berlin wurde dabei von 5 Bastionen gesichert, ihre Schwesterstadt Cölln von 7 Werken, auf der Schloßinsel vereinigte das Bollwerk im Lustgarten den Befestigungsgürtel.
Die Wälle hatten eine Höhe von 8m und eine Breite von 6m, der vorgelegte Wassergraben war bis zu 55m breit, damit betrug die Gesamtbreite des Festungsstreifens bis zu 85 m. Die Festung wurde von 82 Geschützen verteidigt.

Grund für die Errichtung des Bauwerkes:
Ausbau Berlins zur kurbrandenburgischen Residenzhauptstadt nach dem Dreißigjährigen Krieg

Baumeister:
Der aus Linz stammende Baumeister Johann Gregor Memhardt erarbeitete 1652 einen Grundriß der Doppel-Stadt Berlin und Cölln, der Bestands- aufnahme und Planungsgrundlage der Festung war (ältester Stadtplan von Berlin). Er leitet bis 1670/71 die eigentlichen Bauarbeiten. Danach gab er die Leitung an Louis Henry de Chieze ab, der aber schon 1674 starb. Weiterge-führt wurden die Arbeiten von S. Blesendorf. Nach ihm wirkten vor allem niederländische Ingenieure am Bau der Festung, insbesondere M. M Smids, sowie T. Jungblut, H. Ruse, J. ten Venhuys und J.Groende.

Besonderheit:
Berlin umgab die erste Bastionärbefestigung nach niederlänischer Manier in Nordostdeutschland

Die Bastioen und Tore der Festung Berlin
Bastionen und Tore der Berliner Festung.pdf zum Ausdrucken